Was haben wir vor?

Infos zum Projekt feuer.zeug

Hintergrund - oder warum wir keine Blowjob-Szenen nach Autopannen brauchen

Wir sind Studierende aus Freiburg, und haben es uns zum Ziel gemacht, feministische Pornos fair zu produzieren, weil wir der Meinung sind, dass die Inhalte der Mainstream-Porno-Industrie ethisch meistens, ästhetisch oft und pädagogisch eigentlich immer völlig daneben sind.

 

Die Produktionsbedingungen der Videos sind undurchsichtig und die Produktionsstrukturen sind so diskriminierend wie die Videos selbst. Sex findet in naiven Settings statt, fernab von jeglichem Realitätsanspruch und die gezeigten Körperbilder und Praktiken sind alles andere als alltäglich. Identifikation mit den gezeigten Bildern ist da für uns oft nicht möglich - zumindest haben wir noch nie einen Blowjob als Dankeschön fürs Helfen bei einer Panne gegeben, was in Pornos aber geradezu ein Klassiker ist.

 

Wir finden es unglaublich, dass Essentielles, wie Safer Sex, Verhütung, Gendervielfalt oder Consent in Internet-Pornographie nicht mal annähernd thematisiert wird. Hinzu kommt, dass Kinder und Jugendliche immer früher an explizite Videos geraten und so ihre Sexualvorstellungen frühzeitig negativ beeinflusst werden.

Unser Ansatz - oder die Antwort auf die Frage "Und jetzt?"

All das war für uns Anlass genug, uns dem Porno-Problem zu stellen, und deshalb feuer.zeug, das studentische Porno-Startup  zu gründen. Wir finden nämlich, dass Pornographie so viel mehr sein kann als ein billiges, binäres Klischee voller überdurchschnittlich großer, praller, gewachster und geglätteter Geschlechtsteile. Und dass Sex in all seinen Formen und Facetten als erotische und intensive Art der menschlichen Begegnung, aber auch als alltägliches Element im privaten und gesellschaftlichen Miteinander unbedingt im Film angemessen gezeigt werden muss.

 

Auch in Sachen Aufklärung gibt es noch viel zu tun, denn bis heute wird sexuelle Vielfalt als Bestandteil der schulischen Sexualerziehung kritisiert und eine Auseinandersetzung mit Geschlechtsorganen beschränkt sich leider viel zu oft auf äußere und morphologische Merkmale.

 

Mit feuer.zeug möchten wir durch einen verantwortungs- und respektvollen filmischen Umgang mit Sexualität einen Gegenentwurf zur aktuellen Internet-Porno-Industrie vorantreiben. In den sexualpädagogisch fundierten, fair produzierten, erregenden Pornos mit realistischem Anspruch wird  es keine „Warum lieg hier Stroh“-Dialoge und „Rein-raus-rein-raus-Ende“-Mentalität geben. Porno presented by feuer.zeug ist mitreißend, schön, intelligent, anturnend und bedeutungsvoll zugleich!

 

Unternehmen - oder "Und wie macht ihr das jetzt?"

Um die oben beschriebenen Ziele zu erreichen, haben wir feuer.zeug gegründet. Wir wurden vom "Smartgreen Accelerator" des "Grünhof" in Freiburg gefördert und haben dort das unternehmerische Handwerkszeug erlernt. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für einen ersten Pilotfilm.

 

Natürlich haben wir als Studierende gemäß dem Klischee kein Eigenkapital, das wir in unser Unternehmen stecken könnten, weshalb wir langfristig eine Crowdfunding-Kampagne starten werden. Die Vorbereitungen laufen bereits , ihr dürft also gespannt sein!